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Biographie

Das Leben Niccolò Machiavellis ist eng mit der Stadt Florenz verknüpft. Am 3. Mai 1469 kam er dort zur Welt. Nach juristischen und philosphischen Studien tritt er in die Politik der Stadt in. Von 1498 bis 1512 war er Kanzler des Rats der "Dieci di pace e di libertà" (Rat der Zehn, wörtlich: "Zehn von Frieden und Freiheit") der Republik Florenz. In diplomatischen Aufträgen für den Stadtstaat kam er zu C. Borgia nach Urbino, nach Rom zu Papst Julius II., 1504 nach Frankreich zu Ludwig XII. und 1508 zu Kaiser Maximilian I. Nach der Rückkehr der Medici verlor er 1512 seine Ämter und wurde auf sein Landgut in der Toskana verbannt. Dort widmete er sich dann hauptsächlich seinem schriftstellerischen Werk.

 

Machiavellis Gesamtwerk wird in der Wahrnehmung immer noch weitgehend von seinem 1513 entstandenen "Il Principe" (Der Fürst) dominiert. Hauptaussage des Buches ist, daß der Zweck die Mittel heilige und das die Stärkung des Staates vorrang habe. Dies lag Machiavelli vor allem am Herzen, weil er nur auf diesem Wege eine Einigung seines italienischen Heimatlandes für möglich hielt.

Mit seinem "Principe", wie auch den anderen Hauptwerken, den "Discorsi sopra la prima decca di Tito" (1517), "Istorie Fiorentine" (1520) und "Dell'arte della guerra" (1520), schuf Niccolò Machiavelli das Fundament der modernen politischen Wissenschaft. Möglicherweise war es auch Machiavelli, der das Prinzip der Staatsräson erfand, die Grundlage des modernen Staates schlechthin.