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Die Erstausgabe erschien 1517 in Florenz.

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Discorsi - Gedanken über Politik und Staatsführung

Inhalt


Widmung

Erstes Buch [Innere Politik]

Vorwort
  1. Wie im allgemeinen der Ursprung einer Stadt und besonders der von Rom war
  2. Wieviel Arten von Staatsformen es gibt und zu welcher der römische Staat gehört
  3. Welche Ereignisse in Rom zur Wahl der Volkstribunen führten, wodurch sich die Republik vervollkommnete
  4. Die Auseinandersetzungen zwischen Volk und Senat der Römer brachten der Republik Freiheit und Macht
  5. Wo die Freiheit sicherer aufgehoben ist, beim Volk oder bei den Großen, und wer größeres Interesse an Aufständen hat, der, welcher etwas erwerben oder der, welcher Erworbenes behalten will
  6. Ob es möglich gewesen wäre, Rom eine Verfassung zu geben, die die Feindschaft zwischen Volk und Adel beseitigt hätte
  7. Wie notwendig in einem Freistaat Anklagen zur Erhaltung der Freiheit sind
  8. So nützlich einer Republik die Anklagen sind, so verderblich sind ihr die Verleumdungen
  9. Wer einem Staat eine neue Verfassug geben oder ihn ohne Rücksicht auf seine alten Einrichtungen völlig umgestalten will, muß allein sein
10. So lobenswert die Gründer eines Freistaats oder eines Königreichs sind, so schimpflich sind die Begründer einer Gewaltherrschaft
11. Zur Religion der Römer
12. Von welcher Wichtigkeit es ist, die Religion zu erhalten, und wie Italien dies durch die Schuld der römischen Kirche versäumte und dadurch in Verfall geriet
13. Wie die Römer die Religion benutzten, um den Staat in Ordnung zu halten, ihre Unternehmungen zu fördern und Aufstände zu unterdrücken
14. Die Römer legten die Auspizien nach dem Gebot der Umstände aus und gaben sich mit Klugheit den Anschein, als beachten sie die Gebote der Religion, wenn sie dieselben notgedrungen auch nicht beachteten. Wenn aber jemand frevelhafterweise die Religion verächtlich machte, so bestraften sie ihn
15. Die Samniten nahmen in ihrer verzweifelten Lage zur Religion als letztem Mittel Zuflucht
16. Wenn ein Volk, das gewohnt ist, unter einem Machthaber zu leben, durch irgendein Ereignis frei wird, so behauptet es nur schwer seine Freiheit
17. Ein heruntergekommenes Volk, das sich eine freiheitliche Verfassung gegeben hat, kann sich nur mit größter Schwierigkeit frei erhalten
18. Auf welche Weise in verderbten Staaten eine schon bestehende freie Verfassung erhalten, und wenn sie nicht besteht, eingeführt werden kann
19. Nach einem ausgezeichneten Herrscher kann sich ein schwacher halten; doch nach einem schwachem kann sich mit einem zweiten Schwachen kein Reich behaupten
20. Die unmittelbare Aufeinanderfolge zweier tüchtiger Staatsführer bringt große Erfolge hervor. In gut geordneten Freistaaten folgen mit Notwendigkeit immer tüchtige Männer einander in der Macht nach; deshalb machen solche Staaten große Eroberungen und wachsen zu mächtigen Reichen heran
21. Der Machthaber oder der Freistaat, der nicht gerüstet ist, verdient schärfsten Tadel
22. Was über den Vorfall der drei römischen Horatierund der drei albanischen Curatier zu bemerken ist
23. Man soll nie das ganze Schicksal ohne Einsatz der gesamten Streitkräfte einer Gefahr aussetzen; daher ist oft auch die Besetzung von Pässen schädlich
24. Wohlgeordnete Staaten setzen Belohnungen und Strafen für ihre Bürger fest und gleichen nie das eine durch das andere aus
25. Wer einem alten Staat eine freie Verfassung geben will, behalte wenigsten den Schatten der alten Form bei
26. Ein neuer Machthaber muß in einer Stadt oder einem Land, das er erobert hat, alles neu einrichten
27. Die Menschen verstehen in den seltensten Fällen ganz schlecht oder ganz gut zu sein
28. Aus welchem Grund Rom gegen seine Bürger weniger undankbar war als Athen
29. Wer undankbarer ist, ein Volk oder ein Alleinherrscher
30. Wie ein Machthaber oder ein Freistaat das Laster der Undankbarkeit vermeiden kann, und was ein Feldherr oder ein Bürger tun muß, um nicht darunter zu leiden
31. Die römischen Feldherren wurden für begangene Fehler nie in ungewöhnlicher Weise bestraft; sie wurden auch dann noch nicht bestraft, wenn durch ihrer Ungeschicklichkeit oder durch ihre falschen Maßnahmen der Republik Schaden zugefügt wurde
32. Eine Republik oder ein Machthaber darf Wohltaten für das Volk nicht auf Zeit der Not verschieben
33. Wenn ein Mißstand in einem Staat oder gegen einen Staat um sich gegriffen hat, so ist es heilsamer, Zeit zu gewinnen als Gewalt anzuwenden
34. Die diktatorische Gewalt brachte der römischen Republik nur Vorteil, keinen Schaden. Lediglich die Gewalt, die ein Bürger an sich reißt, und nicht die, die er in freier Abstimmung erhält, ist der bürgerlichen Freiheit verderblich
35. Warum in Rom die Einrichtung der Dezemvirn dem Staat schädlich war, obwohl sie durch öffentliche und freie Abstimmungen gewählt wurden
36. Bürger, die höhere Würden bekleidet haben, dürfen geringere nicht verschmähen
37. Welche Unruhen in Rom durch das Ackergesetz entstanden. Ein Gesetz, das weit zurückgreift und gegen ein altes Herkommen im Staat verstößt, zieht immer heftige Unruhen nach sich
38. Schwachen Freistaaten sind unentschlossen und wissen sich nicht zu raten; fassen sie jemals einen Entschluß, so geschieht dies mehr aus Not als aus freier Entscheidung
39. Bei den verschiedenen Völkern kommen oft dieselben Ereignisse vor
40. Die Einsetzung der Dezemvirn in Rom und was dazu zu bemerken ist; man sieht dabei unter vielem anderen, wie ein Gemeinwesen durch ein und dasselbe Ereignis gerettet oder unterdrückt werden kann
41. Von der Bescheidenheit zum Hochmut, von der Milde zur Grausamkeit, ohne die entsprechenden Übergänge zu wechseln, ist unklug und zwecklos
42. Wie leicht sich die Menschen verderben lassen
43. Nur Männer, die für den eigenen Ruhm kämpfen, sind tüchtige und treue Soldaten
44. Eine führerlose Menge ist zu nichts nütze; und wie man nicht zuerst drohen und dann die Macht fordern darf
45. Es ist ein schlechtes Beispiel, ein Gesetz nicht einzuhalten, besonders wenn dies der Gesetzgeber selber tut; in einem Gemeinwesen jeden Tag ein neues Unrecht zu begehen, ist für dessen Herrscher äußerst schädlich
46. Die Menschen gehen sprunghaft von einem Ehrgeiz zum anderen über. Zuerst ist man darauf bedacht, nicht angegriffen zu werden, dann trachtet man danach, andere anzugreifen
47. Die Menschen mögen sich im Ganzen täuschen, im einzelnen täuschen sie sich nie
48. Wenn man verhüten will, daß ein Amt einem minderwertigen oder schlechten Menschen übertragen wird, so sorge man dafür, daß sich gleichzeitig mit einem solchen entweder ein besonders minderwertiger und schlechter Mensch oder ein besonders edler und tüchtiger Mensch darum bewirbt
49. Wenn Städte, die von Anfang an frei waren wie Rom, Schwierigkeiten haben, Gesetze zur Erhaltung der Freiheit zu finden, so ist dies für Städte, die von Anfang an in Unfreiheit lebten, fast eine Unmöglichkeit
50. Kein Rat und keine Behörde dürfen den Gang der Staatsgeschäfte hemmen können
51. Ein Freistaat oder ein Alleinherrscher muß sich den Anschein geben, als täte er aus Großmut, wozu ihn die Notwendigkeit zwingt
52. Um den Übergriffen eines Mannes, der in einem Freistaat zur Macht emporsteigt, Einhalt zu gebieten, gibt es kein sichereres und weniger beunruhigendes Mittel, als ihm die Wege abzuschneiden, auf denen er zur Macht gelangt ist
53. Das Volk, getäuscht durch den falschen Schein des Guten, begehrt oft sein Verderben und läßt sich leicht durch große Hoffnungen und übertriebene Versprechungen verführen
54. Welche Macht ein angesehener Mann über eine empörte Menge hat
55. Leicht läßt sich in Staaten, wo das Volk noch nicht verderbt ist, regieren. Wo Gleichheit herrscht, ist es unmöglich, eine Alleinherrschaft aufzurichten, und wo sie fehlt, da ist es unmöglich, einen Freistaat einzuführen
56. Bevor in einer Stadt oder einem Land große Ereignisse eintreten, kommen Zeichen, die darauf hindeuten, oder treten Menschen auf, die die voraussagen
57. In der Masse ist das Volk mutig, im einzelnen schwach
58. Das Volk ist weiser und beständiger als ein Alleinherrscher
59. Auf welche Bündnisse oder Verträge man sich mehr verlassen kann, auf die welche mit einem Freistaat oder auf die, welche mit einem Alleinherrscher abgeschlossen wurden
60. Das Konsulat und jedes andere Amt wurden in Rom ohne Rücksicht auf das Alter vergeben

Zweites Buch [Äußere Politik und Krieg]

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Drittes Buch [Staatsführung]

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